Und selbstbewusster?

In sozialen Medien findet man schnell Antworten auf die Fragen: wie soll ich sein, wie soll ich ausschauen, was brauche ich dazu, um schneller, fitter und schöner zu werden. Mit anderen Worten: für eine bessere Version von mir. Aber sind diese Antworten tatsächlich Antworten auf innere Unsicherheiten, auf emotionale Disharmonien, auf unaushaltbare Gefühle?
Die Antworten, die in sozialen Medien zu finden sind, stehen schnell zur Verfügung. Jene Frauen, Männer, Personen, die sich ins Zeug werfen, um zu zeigen, wie sie ihre Körper in ‚shape bringen‘, welche Übungen effektiv sind, wie man was und wieviel essen soll, um sein Aussehen, seine Haut und seine Oberfläche zu optimieren, schauen glücklich, zufrieden aus. Da muss doch irgendetwas Richtiges dran sein, könnte der innere Zweifler sagen. Aber… ist es wirklich so, dass jene Dinge, versucht man diese zu erreichen (obwohl das fast unmöglich zu erreichen ist. Also das Scheitern ist schon vorprogrammiert. Und es liegt ja dann doch an einem selber?) tatsächlich diese Leere und Unsicherheit in einem füllt? Die meisten bleiben eher weiterhin unbefriedigt. Suchen weiter. Aber genau das ist gewollt. Verdienen doch viele Influencer*innen, Firmen, Marken daran diese scheinbaren Mängel zu beheben und den User*innen zu vermitteln, dass sie eine Lösung haben, man – frau müsse sich halt ein bisserl mehr anstrengen.
Soziale Medien und die dort vermittelten Schönheitsideale und Körperbilder beeinflussen die eigenen Bilder über sich und die eigene Erscheinung, Frauen noch immer mehr als Männer, Jugendliche, die in ihrem Prozess des Erwachsenwerdens sehr vulnerabel sind, verstärkt. Diese gesellschaftlich transportierten Images unterstützen die Entwicklung von Essstörungen als Möglichkeit der Selbstoptimierung, um einem vermeintlichen Ideal zu entsprechen.
Über den Zusammenhang zwischen Sozialen Medien, Körperbild und die Entwicklung von Essstörungen und mögliche Maßnahmen werde ich am 20. März, 19:30h in der VHS Urania sprechen.